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Zu 60 Prozent hängt China vom Außenhandel ab

Veröffentlichungszeit:2012-08-23 | Vergrößern | Verkleinern

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Durch die Abhängigkeit vom Außenhandel wirken sich internationale Preissteigerungen bei Rohöl, Getreide und Eisenerz stark auf die chinesische Wirtschaft aus und erhöhen den Inflationsdruck.

Chinas Abhängigkeit vom Außenhandel macht mehr als 60 Prozent aus, wodurch das Land empfindlich gegenüber Preisveränderungen am internationalen Markt ist und was folglich eine extern verursachte Inflation im Land hervorruft, hieß es von Seiten des Staatlichen Statistikbüros am Dienstag.

Der Inflationsdruck im Land wurde laut dem Staatlichen Statistikbüro hauptsächlich von internationalen Preisanstiegen bei Rohöl, Getreide und Eisenerze angetrieben.

Die schnell steigenden Rohölpreise beeinflussten die chinesische Wirtschaft stark, nachdem das Land von Importen abhängig ist, um nahezu 50 Prozent des Ölbedarfs zu befriedigen. Aufgrund der steigenden Preise für Rohöl und der von der Regierung festgelegten Obergrenze für Inlandspreise raffinierter Produkte hat die Branche in diesem Jahr bereits Verluste in der Höhe von 50 Milliarden Yuan erlitten.

Mehr als 50 Prozent Chinas jährlichen Bedarfs an Eisenerz werden durch Importe gedeckt. Das Land leidet unter den von Jahr zu Jahr steigenden Eisenerzpreisen – 2005 stiegen die Preise um 71,5 Prozent, 2006 um 19 Prozent, 2007 um 9,5 Prozent und 2008 um mehr als 65 Prozent. Die höheren Eisenerzpreise verursachen Preissteigerungen bei Walzstahl und ähnlichen Produkten und steigerten den Inflationsdruck.

Laut dem Statistikbüro stieg der Index für Fabrikpreise in China im März um 8 Prozent, im April um 8,1 Prozent und im Juni um 8,8 Prozent. Dies wird den Konsumentenpreisindex, eine wichtige Maßeinheit für Inflation, in sechs bis zwölf Monaten beeinflussen.

Der Konsumentenpreisindex hatte im Februar mit 8,7 Prozent den höchsten Stand in zwölf Jahren erreicht und betrug im ersten Halbjahr durchschnittlich 7,9 Prozent.

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